10.12.2013

Eindeutig das richtige Zugabteil!

Es ist Freitagnachmittag. Die Uni vorbei und ich auf dem Weg zu einem spontanen Kurzurlaub. Ich stelle mich bereits auf eine ruhige entspannte Fahrt im Zug ein. Jetzt konnte ich noch nicht ahnen, dass ich diese Zugfahrt auf jeden Fall nicht alleine und in Ruhe genießen würde.


Ich habe mich kurzfristig dazu entschieden über mein verlängertes Wochenende meine Freunde und Verwandte in der Österreich zu besuchen.  Obwohl die Zugfahrt mit sechs Stunden nicht unbedingt die kürzeste ist, ist meine Vorfreude groß. Nach einem langen Uni- Tag freute ich mich auf eine entspannte Zugfahrt mit guter Musik in den Ohren und einem warmen Becher Tee. Am Bahnhof in München angekommen muss ich nicht lange auf den Zug mit der Endstation Graz Hbf warten. Meinen Koffer in den Zug gehoben, finde ich schnell ein Abteil ganz für mich alleine. Mit dem Tee in der einen und dem Handy in der anderen Hand lasse ich mich in den Sessel fallen. Nachdem ich es mir gemütlich gemacht habe, stecke ich die Kopfhörer in die Ohren und schließe die Augen zu entspannten Elektro Klängen.

Als ich die Augen etwas später leicht verschlafen öffne, sehe ich, dass der Zug bereits in Salzburg Hbf ist. Zu meiner Zufriedenheit stelle ich fest, dass ich immer noch alleine im Abteil sitze. Doch kaum habe ich die Augen wieder geschlossen höre ich durch die Musik hindurch, wie die Tür geöffnet wird und mehrere Menschen sich in das Abteil drängen. Leicht genervt öffne ich die Augen einen Spalt und sehe sieben gutaussehende Männer mit Sporttaschen mein Abteil betreten. Mit freundlichem Lächeln betritt einer nach dem anderen das Abteil räumt seine Sporttasche auf die oberen Gepäckflächen und setzt sich.

Das ist nun der Moment indem ich mich leicht unwohl fühle. Wann sitzt man schon mal alleine mit fast einer ganzen Fußballmannschaft in einem Abteil? „Na und wo fährst du hin?“ Bricht mein Gegenüber das Schweigen. Ich erfahre, dass sie eine Fußballmannschaft aus Salzburg sind und auf dem Weg nach Graz zu einem Spiel sind. Und so lief das Gespräch weiter, sie erzählten von Salzburg, ich von München, natürlich besonders viel auch vom Oktoberfest. Hier hatte der ein oder andere von ihnen auch schon das ein oder andere Bier getrunken.

Die Zugfahrt verging wie im Flug. Und ehe wir uns versehen steht bereits das Schild Graz Hbf auf der Tafel im Bahnhof. Mit einem „Hat mich gefreut!“ und „Viel Glück beim Spiel!“ verabschieden wir uns alle voneinander. „Vielleicht sieht man sich ja mal wieder auf einer Zugfahrt.“Auf dem Weg Richtung Bahnhofsausgang denke ich lächelnd „Manchmal ist es doch nicht so schlimm eine nette Gesellschaft während einer langen Zugfahrt zu haben!“

3 Kommentare:

Unknown hat gesagt…

Da hattest du ja wirklich Glück liebe Kathrin. Ist sehr selten, dass man während der Zugfahrt nette Menschen kennenlernt! Aber das ist sehr beruhigend zu wissen ;)
Liebe Grüße

Unknown hat gesagt…

Liebe Kathrin, da wäre ich ja liebend gerne dabei gesessen! Wann hat man sonst schon das Glück?! ;)

Unknown hat gesagt…

Ja Sabrina da hast du Recht, dass man nicht oft nette Leute beim Zug fahren trifft aber wie man sieht kann man auch mal richtig Glück haben. :)