26.11.2013

Ab nach Hause!


Juli 2013: Die Semesterferien stehen vor der Tür und mein einziges Ziel: Die Heimfahrt von Berlin nach Augsburg. Das Problem: Es ist heiß, sehr heiß.


Hauptbahnhof Berlin


Schon die Hinfahrt zum Bahnhof mit S- und U-Bahn ist nicht die angenehmste. Ich habe das Gefühl jeden Moment zu zerfließen. Die schlechte Luft und die nicht funktionierende (oder vielleicht auch nicht vorhandene) Klimaanlage im öffentlichen Nahverkehr Berlins machen es auch nicht besser. Mit zwei riesigen Koffern bepackt, komplett nass geschwitzt und mit der Geduld und der guten Laune am Ende, komme ich endlich am Berliner Hauptbahnhof an.Ich kann nicht beschreiben wie sehr ich mich in diesem Moment auf den klimatisierten, ruhigen ICE freue. 

Am Ticketschalter dann der Schock: Leider ist es nicht möglich ein Ticket zu kaufen, da der Zug entfällt. WAAAAS????? Das kann doch nicht sein! Ich muss irgendwie eine Möglichkeit finden nach Hause zu kommen.

Komplett verzweifelt stehe ich an der Kundeninformation. Dann die erste Erleichterung: Ein Ersatzzug wird eingerichtet. Dieser fährt zwar erst eine halbe Stunde später, aber wenigstens kommt überhaupt ein Zug. Der geplante ICE war übrigens ausgefallen, weil die Klimaanlage kaputt war. Die Hoffnung, dass der kommende Zug eine Klimaanlage hat, lässt die Wartezeit auch schneller vergehen.

In freudiger Erwartung auf eine kühle Sitzmöglichkeit und Ruhe warte ich am Gleis auf den einfahrenden Zug. Auf den ersten Blick sehe ich bereits, dass es kein ICE ist, sondern ein alter, klappriger EC. An dieser Stelle verabschiedet sich meine gute Laune wieder. Als ich dann einsteige, muss ich erst einmal ewig nach einem Platz suchen, weil der Zug komplett überfüllt ist. Dann fällt mir auch relativ schnell auf, dass dieser Zug gar keine Klimaanlage hat und deswegen alle Fenster speerangelweit offen stehen.

Ich bin kurz davor, vor lauter Frust und Wut laut loszuschreien. Da in meinem Abteil aber ein kleines Kind und ein älterer Herr sitzen, verkneife ich es mir gerade noch so.
6 ½ Stunden später komme ich dann total verschwitzt, mit vom Fahrtwind verstrubbelten Haaren und tauben Ohren in Augsburg an.


1 Kommentar:

Katharina Maurus hat gesagt…

Liebe Kathrin,
wieso kamst du denn mit tauben Ohren in Augsburg an? Deine Kollegin Julia hatte wohl das selbe Problem mit der Temperatur. Da hilft wohl nichts, außer an heißen Tagen viel Wasser im Schlepptau zu haben.

Ich würde mir bei euren Einträgen Bilder wünschen, ihr habt echt nette Geschichten. So würde es noch mehr Spaß machen, sie zu lesen. Und vielleicht auch die Zeit beim Warten auf den Zug auch schneller vergehen...

Liebe Grüße