![]() |
| Sabine erlebte in Berlin den Schock ihres Lebens |
Morgens auf dem Weg zum
„Alex“-Einkaufszentrum: Meine Freundin und ich steigen in die
U-Bahn Richtung „Alexanderplatz“. Glücklicherweise ergattern wir
noch den letzten Sitzplatz und fangen an, uns lustige Geschichten zu
erzählen und hören nebenbei ein bisschen Musik. Unser Gelächter
geht den Menschen bestimmt auf den Geist, aber was soll's. Musik im
Ohr und lautes Lachen: wir bekommen gar nichts anderes um uns herum
mit. Nach zwei Stationen sind es weniger Menschen in unserem Abteil.
Nach dem Dritten sitz gar keiner mehr in der Bahn. Wir denken uns
nichts und finden es sogar noch cool allein im Abteil zu sein. Wir
laufen rauf und runter, machen lustige Fotos. Meiner Freundin, Laura
schaut zwischendurch in die andere Abteile – keine Menschenseele.
Sie fragt mich „Meinst nicht, dass hier was komisch ist?“ Ich
verneine und laufe weiter rauf und runter.
Die Bahn hält erneut. Der nächste
Halt – denken wir. Doch nein! Wir schauen raus. Wir haben mitten
auf dem Gleis gehalten, an einem Bahn-Abstell-Platz. Jetzt werde auch
ich unruhig. Irgendwas stimmt tatsächlich nicht. Was sollen wir
jetzt machen? Wir laufen wieder auf und ab – diesmal nicht aus
Spaß, sondern aus Panik. Wir drücken den Notstopp – sinnlos, denn
wir stehen ja längst. Der nächste Einfall – die Tür öffnen. Wir
lesen uns die Beschreibung durch und schon drücken wir die Tür nach
außen. Ziemlich schwierige Sache, aber wir schaffen es. Da stehen
wir nun. Mitten auf dem Gleis blicken wir uns um. Weit und breit
keine U-Bahn-Station, sondern einfach nur Schienen.
„Was macht ihr denn hier????“ hören
wir aufgeregt von Links. „Seid ihr lebensmüde? Geht sofort von den
Gleisen!!“ - ja, da dachten wir natürlich nicht dran. Klar, könnte
jeden Moment eine Bahn kommen und uns überfahren. Noch panischer und
ängstlicher steigen wir zurück in das Abteil. „Wieso seid ihr
denn noch hier drin? Ich habe doch dreimal eine Durchsage gemacht,
das bitte alle Passagiere am Alexanderplatz aussteigen sollen!“
Überrascht und peinlich berührt schauen wir den Lockführer an.
„Setzt euch hin, ich fahr euch zurück“ Ende der Geschichte: der
arme Mann durfte wegen uns noch eine extra Runde fahren. Wir hatten
den Schock unseres Lebens und passen seither immer auf in Bahnen.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen