Wenn man soviel Zeit in Zügen verbringt wie ich, dann lernt man diese auch effektiv zu nutzen. Auch wenn das manchmal bedeutet ein kurzes Nickerchen zu halten. Blöd nur wenn an dabei seinen Ausstieg verpasst…
Dinge wie dem Referat den letzten Schliff geben, ein wenig für den nächsten Tag vorarbeiten oder auch die letzte Folge Grey's Anatomy schauen stehen aber dennoch täglich ganz oben auf meiner To-do-Liste.
Doch hin und wieder passiert es einfach, dass einem ganz langsam die Augen zufallen und der Körper herunterfährt. Dann sitze ich entspannt auf meinem Sitz, höre ein bisschen Musik und döse so vor mich hin. Ein bisschen abschalten vom stressigen Alltag und einfach seinen Gedanken nachhängen. Blöd nur, wenn einem dass kurz vor dem Ausstieg passiert.
So geschehen letzte Woche: Nach einem anstrengenden Shopping Tag mit meinen Mädels habe ich kurz vor meiner Haltestation die Augen zugemacht und bin 30 Minuten später in Salzburg aufgewacht. Ich hatte also nicht nur den Ausstieg verpasst, nein, ich bin sogar in einem anderen Land aufgewacht - Auweia!
Völlig panisch packe ich meine Sachen zusammen und steige aus dem Zug. Tatsächlich, ich bin wirklich so fest eingeschlafen, dass ich erst in Salzburg aufgewacht bin. Ich nehme mein Handy raus und rufe erstmal meine beste Freundin an. Irgendwo zwischen Verzweiflung und Hysterie erzähle ich ihr von meinem Missgeschick. Zurecht lacht sie mich einfach nur aus. Die Tatsache, dass mein Ticket jetzt auch nicht mehr gültig ist wird mir schließlich bewusst und ich bin kurz davor einfach loszuheulen. In solchen Situationen ist das ja manchmal ganz hilfreich.
Dennoch, es bleibt mir nichts anderes übrig, als mir erneut ein Ticket zu kaufen, weitere 30 Minuten auf den nächsten Zug zu warten und mit einer "leichten" Verspätung von zwei Stunden zu Hause anzukommen.
In Zukunft werde ich nun besser darauf achten, wann und wo ich mein kleines Schläfchen halte.
5 Kommentare:
Liebe Christina,
das mit den kleinen Mittags- oder Abendschläfchen ist so eine Sache. Auch ich bin einmal viel zu weit gefahren oder habe mein Knie am Tisch angeschlagen weil ich so gezuckt habe. Und prompt meinem gegenüber in die Wade getreten. Das war natürlich auch sehr peinlich.
Aber ich habe da einen kleinen Trick (denn ich liebe es im Zug zu schlafen): einfach einen Wecker 15 min vor Ankunfszeit stellen und das Handy, wenn möglich, in der Hand halten.
.... Müsste funktionieren ;-)
Liebe Grüße,
Katharina
Hallo liebe Christina,
da bin ich völlig bei dir! Das sind die Situationen im Leben, die einem das Herz bis in den Hals hinauf jagen.
Natürlich auch sehr ärgerlich, gerade wegen des Tickets und der verlorenen Zeit. Und was würden wir da bloß ohne unser Handy machen, an dem wir uns wenigstens mal ausheulen könnten. Eure Beiträge sind alle sehr echt und auch ehrlich. Dennoch würde ich mir manchmal etwas mehr Tiefe wünschen. Was sind die Tagträume die einen im Zug begleiten? Das Thema Eures Blogs ist echt super und hat sehr viel Potential! Auch wäre es cool, ein Paar Fotos zu sehen mit deren Hilfe man Euch bei eurer Reise begleiten kann.Wie eine Art Fortsetzungsroman in einem Rahmen aus Zugreisen :) So ein reizendes Team aus 4 Mädels kann man auch sehr schön inszenieren!
Liebe Grüße
Sandra
Liebe Christina,
ich muss sagen, ich finde das URKOMISCH - haha. Ich fahre auch öfter nach Österreich mit dem Zug und habe immer Angst, einzuschlafen und bis nach Wien oder sogar Budapest zu fahren. Zum Glück ist mir das noch nie passiert. Aber man weiß ja nie!
LG und macht weiter so,
Vio
Liebe Christina, mir ging es schon tausende Male so, wie dir. Immer kurz vor Ende der Strecke werde ich so müde, dass ich kaum die Augen offen halten kann! Ich mache es dann so wie Nina: Wecker stellen, Augen zu und durch. Das hat bis jetzt immer super funktioniert. Gegen ein Nickerchen im Zug ist nämlich nie etwas einzuwenden :)
Danke für Eure tollen Tipps und die lieben Kommentare. Es ist super zu hören, dass es anderen manchmal genauso ergeht wie einem selbst! :)
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